In den letzten Jahren haben wir uns in der IT-Beschaffung an stabile Prozesse gewöhnt: Man fordert ein Angebot an, prüft dieses intern über mehrere Wochen und löst schliesslich die Bestellung aus. Doch dieses Fundament gerät aktuell ins Wanken. Die Dynamik am Weltmarkt verleitet grosse Player dazu, ihre Konditionen beinahe in Echtzeit anzupassen. Was heute als faires Angebot auf Ihrem Schreibtisch liegt, kann morgen bereits hinfällig sein. Wir beobachten eine Entwicklung, die den Einkaufsprozess in Unternehmen grundlegend verändert und schnelles Handeln zur neuen Priorität macht.
Neue Spielregeln für die Beschaffung
Besonders deutlich zeigt sich die Verschärfung bei Schwergewichten wie Hewlett Packard Enterprise (HPE). Hier wurde die Gültigkeit von Angeboten auf lediglich 14 Tage zusammengestrichen. Noch einschneidender ist jedoch der Vorbehalt, Preise bis zum tatsächlichen Versand anzupassen. Zwar räumt der Hersteller ein Rücktrittsrecht ein, falls die Erhöhung zu massiv ausfällt, doch in der Praxis hilft das wenig: Wenn die Server dringend für ein Projekt benötigt werden, ist ein Storno meist keine Option.
Auch bei HP Inc. weht ein rauerer Wind, insbesondere bei Spezialpreisen (OPG) und Promotionen. Hier gilt das strikte Prinzip der Lagerverfügbarkeit. Ein klassisches Beispiel aus unserem Alltag: Benötigen Sie 50 Notebooks, aber der Distributor hat nur 30 an Lager, können nur diese zum aktuellen Aktionspreis gesichert werden. Für die restlichen 20 Geräte wird erst bei Auslieferung abgerechnet – zum dann gültigen Tagespreis.
Lange Entscheidungswege als Kostenfalle
Diese Unberechenbarkeit trifft vor allem Unternehmen mit komplexen Freigabeprozessen hart. Wenn eine Offerte durch drei Instanzen wandern muss, ist die 14-Tage-Frist oft schon verstrichen, bevor die Unterschrift vorliegt. Wir erleben derzeit, dass «Business as usual» bei der Hardware-Beschaffung nicht mehr funktioniert. Wer wartet, zahlt im aktuellen Marktumfeld fast immer drauf oder geht bei der Warenverfügbarkeit leer aus.
So sichern Sie Ihre IT-Infrastruktur ab
Trotz dieser Herausforderungen sind Sie der Situation nicht hilflos ausgeliefert. Mit einer proaktiven Planung lassen sich viele Klippen umschiffen:
- Vorausschauende Planung: Prüfen Sie anstehende Ersatzinvestitionen für Server- oder Client-Umgebungen lieber heute als morgen.
- Beschleunigte Prozesse: Verkürzen Sie interne Entscheidungswege, um von aktuellen Lagerbeständen und Preisen zu profitieren.
- Offener Dialog: Reden Sie mit uns. Oft kennen wir die Lagerbestände der Distributoren im Detail und können Alternativen aufzeigen, bevor ein Engpass entsteht.
Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Strategie für die kommenden Monate wetterfest zu machen. Ob Cloud-Alternative oder gezielter Vorratskauf – lassen Sie uns gemeinsam die beste Lösung für Ihr Budget finden.
Melden Sie sich direkt bei Ihrem Account Manager oder unserem Consulting Team unter 041 768 08 00 oder per E-Mail an verkauf@firstframe.net.